So. Nun, da die Lumbalgie mich ans Heim fesselt finde ich auch wieder die Zeit lange vergangenes aufzuarbeiten.

Hier also nun der längst überfällige Bericht unserer “AuerTour”

Gleich zu Beginn unserer Reise nullte sich erstmal der Kilometerstand. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Keine Ahnung. Egal. Auf nach Auerstedt…

Bis dahin kamen wir auch ganz gut. An einem Rastplatz kurz vor der AutobahnAusfahrt, die wir zu nehmen gedachten, trafen wir uns mit Peter und Beni, mit denen wir das Wochenende verbringen wollten.

In Auerstedt gibt es nämlich ein duftes Festival das wir besuchten. Leider war das Wetter nicht so gut, eigentlich sogar ziemlich schlecht, aber trotzdem war es ein sehr schönes Wochenende mit guter Musik, vielen Schneckenfreunden und einem anschliessenden Thermenbesuch. Genaueres dazu gibt es HIER und HIER.

Nach dem Bad verabschiedeten wir uns von unseren Kameraden, die zurück nach Leipzig fuhren, (und dem Schneckenfreund der sich auf dem Autodach festgekrallt hatte) und machten uns auf zu unserer kleinen “Europareise”…

Erstes Ziel war Amsterdam. In strömendem Regen ging es auf die Autobahn wo es immer weiter strömte. Unser Reisetempo wurde dadurch gedrosselt, sodass wir es nicht mehr rechtzeitig dorthin geschafft hätten und so übernachteten wir in Bottrop im Jägerhof (oder so ähnlich).
Eigentlich sehr angenehm der Jägerhof. Lecker Essen, gemütliches Zimmer, was will man mehr. Beim trocknen des noch nassen Zeltes in der Duschkabine entdeckten wir einen weiteren Schneckenfreund der sich heimlich ins Auto geschmuggelt hatte. Nun treibt er in Bottrop sein Unwesen.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp fuhren wir zeitig am nächsten Morgen weiter Richtung Niederlande. Gegen Mittag hatten wir unser Ziel erreicht, suchten uns einen Parkplatz und machten uns auf in die Innenstadt.

Das Wetter hatte sich gebessert und es war echt schick dort. Was man da so sehen und machen kann weiss ja eigentlich jeder, also lasse ich das jetzt mal aus.

Als wir dann zum Auto zurückkehrten erblickte ich sie schon von weitem…
Die gelbe Parkkralle.
Es war mir auch beim parken schon komisch vorgekommen, dass die ganze Straße parkraumbewirtschaftet war, nur das letzte kleine Stück hinter einer Gasse nicht, auf dem wir standen.
Da wir keine Kreditkarte hatten durften wir nun mit der Bahn an den Rand der Stadt fahren, da mal locker 100,- blechen und wieder zurück zum Auto gondeln, welches glücklicher Weise schon wieder befreit war. Nun entdeckten wir auch den Pfahl, an dem früher mal das entsprechende Zeichen gewesen sein muss.

So kamen wir dann doch noch planmäßig auf dem Campingplatz Zeeburg an, den ich wirklich nur empfehlen kann. Er liegt relativ zentral in der Stadt am Wasser und man kann dort auch sein Auto abstellen und mit der Bahn reinfahren.

Und es gibt auch einen Streichelzoo:

Etwas frisch war es allerdings schon in der Nacht sodass wir uns am Morgen schnell wieder auf die Socken machten.
Wir hatten ja noch was vor…

Nächster Stop: Calais
Die französische Küstenstadt ist glücklicher Weise fast um die Ecke und wir waren in ein paar Stunden da. Erstmal etwas durch die Stadt getingelt, einen Happen gegessen und dann auf zur Zeltplatzsuche.

Wir fuhren die Küste entlang und fanden auch recht bald ein Plätzchen im (oder auf dem) Camping Du-Fort-Lapin in Sangatte. Dort gab einen preiswerten Zelt- mit angrenzendem Parkplatz und direkten Zugang zum Strand. Und die Rezeptionsfrau sprach sogar ein paar Brocken Englisch.

Wie auch bei unserem letzten Urlaub kamen wir wieder in den Genuss der Besichtigung alter Nazi-Bauten.

Diesmal: Der Atlantikwall

Viele Kleine und auch ein paar sehr große Geschützbunker in, hinter und ausserhalb der Dünen. Augenscheinlich waren sie früher mal innerhalb der Düne, sind dann aber irgendwie “rausgerutscht”.
Kommt mir jedenfalls so vor.

Eigentlich wollten wir von hieraus noch einen Tag rüber nach Dover, aufgrund der Verzögerung in Bottrop entschlossen wir uns jedoch gleich weiter nach Oldenburg zu fahren um Jule zu besuchen.

Am Nachmittag wahren wir dann da und konnten noch etwas in der Sonne rumliegen bevor es dunkel wurde, ein Feuer entfacht wurde und wir den Abend in geselliger Runde ausklingen liessen…
Leider sollte dies der einzige wirklich sonnige Tag unserer Reise werden.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Sierksdorf, wo ich ja bereits mit Micha gute Erfahrungen gemacht hatte. Eine Unterkunft war uns aber zu teuer und wir beschlossen diese Nacht mal im Auto zu verbringen.

Vorher aber noch ein kleiner Spaziergang am Strand mit Einkehr in “De Ole Fischschuppen”.

Aufgrund des immer schlechteren Wetters (inzwischen sogar schon Regen) wollten wir in’s Kino zu gehen. Das kleine Baracken-Kino in Haffkrug war bereits ausverkauft also entschlossen wir uns auf Rat der Bedienung im “Fischschuppen” in Lübeck unser Glück zu versuchen. Mit Hilfe einer netten Tankstellenkassiererin fanden wir dann auch den Filmpalast des Ortes. Leider hatte auch hier schon die Kasse geschlossen und alle Vorführungen waren ausverkauft…!!!
Enttäuscht fuhren wir auf den Parkplatz, der unser Nachtlager werden sollte, und gingen bald schlafen.

Weiter ging es am nächsten Morgen nach Stralsund, Andrea einen Besuch abstatten. Das Wetter hatte sich schon wieder gebessert und so hatten wir zumindest eine sonnige Autofahrt.


Andreas Wohnung war schnell gefunden und wir beschlossen in’s Kino zu gehen während sie noch arbeiten musste. Spät in der Nacht holten wir sie dann von ihrer Rezeption ab und gingen noch in eine örtliche Lokalität wo wir Getränke zu uns nahmen.

Damit war unser kleiner Urlaub dann auch schon wieder vorbei. Wir fuhren wieder nach Hause und fielen erschöpft in unsere eigenen Betten. Aber auch erst später. Denn auch dieser Tag sollte kein kurzer werden…..